Aikido

Abteilung Aikido

Was ist Aikido?

Wenn man das Wort Kampfsport hört, denkt man oft an Gewinnen, Verlieren, Kraft und Schnelligkeit.
Der Begründer des Aikido, Ueshiba Morihei, sah das ganz anders. Er sagte:
„Aikido ist kein Weg, andere zu bekämpfen, sondern sich selbst zu vervollkommnen.“

Aikido ist eine japanische Kampfkunst, bei der es nicht darum geht, einen Gegner zu besiegen. Ueshiba beschrieb sein Ziel so:
„Der wahre Sieg ist der Sieg über sich selbst.“
Gemeint ist damit nicht Ehrgeiz, sondern Kontrolle – über die eigene Bewegung, die eigene Angst und die eigene Reaktion.

Der Name Aikido erklärt diese Idee sehr gut:
Ai bedeutet Harmonie,
Ki steht für Lebensenergie,
Do heißt Weg.
Ueshiba sagte dazu:
„Aikido ist der Weg, Himmel, Erde und Mensch in Einklang zu bringen.“
Für Einsteiger heißt das ganz praktisch: Man lernt, sich sinnvoll zu bewegen und nicht gegen die Situation anzukämpfen.

Im Training sieht man das deutlich. Angriffe werden nicht blockiert oder mit Kraft gestoppt, sondern aufgenommen und umgelenkt. Ueshiba formulierte es so:
„Widerstand erzeugt nur neuen Widerstand.“
Statt Kraft gegen Kraft zu setzen, nutzt Aikido Bewegung, Distanz und Timing. Deshalb ist es unabhängig von Alter, Größe oder körperlicher Stärke erlernbar.

Ein wichtiger Gedanke von Ueshiba war auch der respektvolle Umgang miteinander. Er sagte:
„Der Trainingspartner ist kein Gegner, sondern ein Spiegel.“
Man übt nicht gegeneinander, sondern miteinander – und übernimmt Verantwortung füreinander. Genau das macht Aikido auch für Menschen interessant, die keinen harten Wettkampfsport suchen.

Aikido kennt bewusst keine Wettkämpfe. Ueshiba begründete das sehr klar:
„Wenn es einen Gewinner gibt, gibt es auch einen Verlierer – und das widerspricht dem Geist des Aikido.“
Fortschritt entsteht hier nicht durch Vergleichen, sondern durch Üben, Geduld und Aufmerksamkeit.

Vielleicht ist Aikido deshalb gerade heute so aktuell. In einer Welt, die oft laut und konfrontativ ist, bietet es einen Raum für Ruhe, Bewegung und Konzentration. Oder, wie Ueshiba es ausdrückte:
„Aikido ist die Kunst des Friedens.“

Wer Aikido trainiert, trainiert nicht nur Techniken, sondern auch Haltung – körperlich und menschlich.
Zum Abschluss ein letztes Zitat von Ueshiba, das diesen Weg gut zusammenfasst:
„Der Weg des Aikido ist ein Weg, der das Leben schützt.“

Wenn ihr also neugierig geworden seid:
Schaut zu, stellt Fragen, probiert es aus.
Aikido beginnt nicht mit Vorwissen – sondern mit Offenheit.